Wichtiger Schritt: VSSM und FRECEM haben die neue Bildungsverordnung und den Bildungsplan dem Bund zur Prüfung übergeben. Bild: VSSM
Die Revision der zwei Schreinerlehren ist wieder einen Schritt weiter: Die Verantwortlichen von VSSM und FRECEM haben dem Bund die Bildungsverordnung und den Bildungsplan zur Prüfung eingereicht.
Nun ist der Bund am Zug. Der VSSM und sein Westschweizer Partnerverband FRECEM haben die Bildungsverordnung und den -plan im Rahmen der Revision der zwei Schreiner-Grundbildungen fertiggestellt und zur Prüfung eingereicht. «Sie sind in allen drei Sprachen umgesetzt und werden nun rechtlich sowie auf ihre sprachliche Konsistenz geprüft», sagt Melanie Burri, die verantwortliche Projektleiterin beim VSSM. Auch die Kantone werden auf die Dokumente eine Rückmeldung geben, da sie diese umsetzen müssen.
Zudem werden im Rahmen einer Anhörung alle interessierten Kreise aufgerufen, sich die neuen Unterlagen anzuschauen und sich dazu zu äussern. «Beim Bund werden alle Rückmeldungen zusammengetragen und verarbeitet. Im Dezember gibt es eine Besprechung und wir werden die Anpassungen in den beiden verantwortlichen Kommissionen (Grundbildung sowie B&Q) durchgehen.»
Die Arbeit geht weiter
Bei den Verbänden hat man währenddessen theoretisch Pause. Doch nichts zu tun, ist keine Option. «Wir wollen vorwärtskommen und die Zeit nutzen», sagt Burri. Deswegen wird parallel an den Lehrplänen der Berufsfachschulen, dem Rahmenprogramm der überbetrieblichen Kurse sowie dem Ausbildungsprogramm der Lehrbetriebe gearbeitet.
Die praktische Abschlussprüfung wird eine VPA
Wie die künftige Abschlussprüfung im Qualifikationsverfahren aussehen wird, steht noch nicht im Detail fest. Im Frühling hatten sich die Kantone bei der praktischen Arbeit gegen die ausgearbeiteten kombinierten Modelle mit betrieblich individuellen und zentral einheitlichen Prüfungsteilen ausgesprochen. Aufgrund organisatorischer, finanzieller und inhaltlicher Herausforderungen. Deswegen haben sich die Verbände darauf geeinigt, eine neue Version einer Vorgegebene Praktische Arbeit (VPA) weiterzuverfolgen.
Im Herbst wird sich eine Arbeitsgruppe dem Thema annehmen. «Sicher ist, dass die praktische Prüfung 15 Stunden dauert. Davon sind 30 Minuten für das Fachgespräch vorgesehen. Also werden die Lernenden in den üK-Zentren während 14,5 Stunden im Rahmen der praktischen Arbeit geprüft werden.»
Der Fahrplan stimmt
Burri ist gespannt auf die Rückmeldungen von Bund und Kantonen auf den Ticketantrag. Sie erwartet nicht, dass «alles über den Haufen geworfen wird. Dann hätten wir ernsthafte Fragen», sagt sie. Die neuen Ausbildungen Schreiner:in EFZ und Schreinerpraktiker:in EBA sollen im Sommer 2028 starten. Dafür stimmt der Fahrplan.
Die eingereichten Dokumente, Bildungsplan sowie -verordnung, können hier angeschaut werden.
Alle Informationen über die Revision gibt es auf der Website.